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Wasser als Gefahr

Hochwasser in Zell 1992

Die sehr großen Hochwässer an Oder (1997), Donau (1999) und Elbe (2002) brachten das Thema "Hochwasserschutz" für eine gewisse Zeit in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

In Franken gab es im darauffolgenden Januar 2003 ein größeres Hochwasser. Besonders die Fränkische Saale trat über die Ufer und brachte, vor allem in der Kurstadt Bad Kissingen, große Schäden mit sich.

"Große Hochwässer" gab es auch früher z.B. am Main 1342, 1845 und 1909. Die Hochwasserproblematik verschärfte sich in den letzten Jahrzehnten jedoch dadurch, dass Überschwemmungsflächen durch Bebauung und Infrastrukturmaßnahmen reduziert wurden und zunehmend hochwertige Anlagen und Einrichtungen betroffen waren.

Um der Hochwassergefahr wirksam zu begegnen, stellte die Bayerische Staatsregierung im Oktober 2002 das Programm Hochwasserschutz auf, mit dem in den nächsten 20 Jahren 2,3 Milliarden € für den Hochwasserschutz investiert werden sollen.

Damm als technischer Hochwasserschutz, Hausen, Gde. Schonungen

Maßnahmen des "Aktionsprogramms 2020": 

Vorbeugender Hochwasserschutz und natürlicher Hochwasserrückhalt:
Besonders auf den Rückhalt von Wasser in der Fläche soll verstärkt Wert gelegt werden. Hierzu sollen Überschwemmungsgebiete neu festgesetzt, Vorranggebiete für Hochwasser in den Regionalplänen ausgewiesen, natürliche Rückhalteräume reaktiviert und neue Flutpolder (=gesteuert überflutbare Flächen bei großen Hochwässern) angelegt werden. Auch die naturnahe Gewässerentwicklung mit breiten Uferstreifen dient diesem Ziel.

Technischer Hochwasserschutz:
Auf technischen Hochwasserschutz mit Dämmen, Deichen und Mauern kann jedoch in einzelnen Städten und Dörfern nicht verzichtet werden.

Weitergehende Hochwasservorsorge:
Überschwemmungsgebiete von Bebauung freihalten, Schutzvorkehrungen an hochwassergefährdeten Bauten treffen, in Tiefgeschossen Schadenspotential minimieren, Hochwässer schneller und genauer vorhersagen, Rücklagen bzw. Elementarschadensversicherung für Schadensbehebung bilden bzw. abschließen.

 

Derzeitige "Hochwasser-Brennpunkte" im Landkreis Schweinfurt:

  • Sennfeld, Bergrheinfeld und Grafenrheinfeld (Maßnahme im Planfeststellungsverfahren: Sanierung von ca. 10 km Main-Deichen)
  • Zell (Maßnahme abgeschlossen: Bau eines Dammes mit 14 m Höhe und 700 000 m³ Speicherraum; 2,7 Mio € Gesamtkosten)

 

   







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